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Lieder im Stil der Antike (9): das Lied “Ein Lächeln in der Jianghu-Welt” (Yī xiào jiānghú, 一笑江湖)

Der Liedtext “Ein Lächeln in der Jianghu-Welt” (Yī xiào jiānghú,

一笑江湖) entführt den Hörer in die faszinierende Welt der chinesischen Jianghu-Kultur, die oft mit Schwertern, Ehre und Abenteuern verbunden ist. Der Text beschreibt auf poetische Weise die Erfahrungen eines Wanderers in dieser Welt.

Das Lied beginnt mit der eindrucksvollen Darstellung eines lächelnden Jianghu, einer Welt von Flüssen und Seen, in der die Wellen unaufhörlich fließen. Dabei wird die Vergänglichkeit des roten Staubs (symbolisch für das weltliche Leben) betont, und es wird darauf hingewiesen, dass alles vergangen ist und es wenig gibt, was noch gesagt werden muss.

Die poetischen Zeilen erfassen die Atmosphäre der Jianghu-Welt, in der der Himmel selbst zu lächeln scheint, während der Stolz und die Leidenschaft gebrochen sind. Es werden auch Elemente von Einsamkeit und Melancholie angesprochen, besonders wenn der Protagonist unter dem Mond einen Becher einsam trinkt.

Die textlichen Bilder setzen sich fort, indem sie die Herausforderungen und Rivalitäten in der Welt der Klingen und Schwertkämpfe beschreiben. Der melancholische Ton verstärkt sich, wenn auf die Vergänglichkeit des Lebens, die Trennung und die Unvermeidlichkeit des Abschieds eingegangen wird.

Im weiteren Verlauf des Liedes werden Fragen nach dem Wesen von Heldenmut und teuflischem Herzen aufgeworfen. Der Text spielt auch mit dem Konzept der Zeit, indem er darauf hinweist, dass ein Traum nur einen Wimpernschlag dauert und dass viele Seelen inmitten von Blut und Sand ihre Ruhe finden.

Insgesamt reflektiert der Liedtext “Ein Lächeln in der Jianghu-Welt” (Yī xiào jiānghú, 一笑江湖) tiefgreifend über die Themen des Lebens, der Herausforderungen und der Melancholie in der Welt der Jianghu. 

Die wichtigen Begriffe aus dem Liedtext sind folgende: 

  1. 江湖 (Jiānghú): Die Welt der Flüsse und Seen, oft als Kulisse für Abenteuer und Schwertkämpfe in chinesischen Geschichten.

  2. 红尘 (Hóngchén): Der rote Staub, metaphorisch für das weltliche Leben und seine Vergänglichkeit.

  3. 苍天 (Cāng tiān): Der Himmel, der hier personifiziert wird und ein Lächeln zeigt.

  4. 豪情 (Háoyìng): Stolz und Leidenschaft

  5. 剑起江湖 (Jiàn qǐ jiānghú): Das Schwert erhebt sich in der Welt der Flüsse und Seen, symbolisiert Konflikte und Kämpfe.

  6. 寂寥 (Jì liáo): Einsamkeit

  7. 侠骨 (Xiá gǔ): Heldenmut

  8. 弹指 (Tán zhǐ): Ein Wimpernschlag, der die Kürze eines Moments betont.

  9. 黄沙 (Huángshā): Gelber Sand, der in Verbindung mit der untergehenden Sonne steht.

  10. 成败 (Chéngbài): Erfolg und Niederlage, die in ihrer Tiefe überdacht werden.

  11. 魂魄 (Húnpò): Seelen, die im Text als metaphysische Elemente auftauchen.

  12. 成败 (Chéngbài): Der Erfolg und Misserfolg, der oft mit den Höhen und Tiefen des Lebens verbunden ist.

  13. 霜 (Shuāng): Frost, der die Alterung symbolisiert, insbesondere in Bezug auf die Schläfen.

  14. 岁月 (Suìyuè): Die Jahre, die allein durchwandert werden.

  15. 刀光 (Dāoguāng): Messerlicht, das die Dunkelheit durchbricht und für Herausforderungen steht.

  16. 晚照 (Wǎnzhào): Das Abendlicht, das die Dämmerung und das Ende eines Tages repräsentiert.

  17. 饮 (Yǐn): Trinken, hier verwendet in Verbindung mit einem Becher Einsamkeit unter dem Mond.

  18. 路迢迢 (Lù tiáotiáo): Weit entfernte Straßen, die auf die beschwerliche Reise hinweisen.

  19. 侠骨魔心 (Xiá gǔ mó xīn): Heldenmut und teuflisches Herz, die die Dualität der Charaktere in der Jianghu-Welt repräsentieren.

  20. 黄沙之中 (Huángshā zhī zhōng): Im gelben Sand, der eine düstere und bedeutsame Atmosphäre schafft.

  21. 逍遥 (Xiāoyáo): Frei und ungebunden, im Kontext des Himmelslächelns und der Freiheit in der Jianghu-Welt.

Yī xiào jiānghú | Ein Lächeln in der Jianghu-Welt | 一笑江湖

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江湖一笑 浪滔滔

Jiānghú yī xiào làng tāo tāo

Die Jianghu-Welt lächelt, die Wellen sind endlos.

红尘尽忘了

Hóngchén jìn wàng le

Der rote Staub ist vergessen.

俱往矣 何足言道

Jù wǎng yǐ hé zú yán dào

Alles ist vergangen, es gibt nichts mehr zu sagen.

苍天一笑 笑不老

Cāng tiān yī xiào xiào bù lǎo

Der Himmel lächelt, das Lächeln altert nicht.

豪情却会了

Háoyìng què huì le

Der Stolz ist jedoch gebrochen.

对月饮 一杯寂寥

Duì yuè yǐn yī bēi jì liáo

Trink einen Becher Einsamkeit unter dem Mond.

剑起江湖恩怨 拂袖罩明月

Jiàn qǐ jiānghú ēnyuàn fúxiù zhào míngyuè

Das Schwert erhebt sich, die Feindschaften der Jianghu-Welt, der Ärmel verhüllt den hellen Mond.

西风叶落花谢 枕刀剑难眠

Xī fēng yè luò huā xiè zhěn dāojiàn nán mián

Der Westwind weht, Blätter fallen, Blumen verblühen. Das Schlafen mit einem Messer und einem Schwert ist schwer.

汝为山河过客 却总长叹伤离别

Rǔ wèi shānhé guò kè què zǒng cháng tàn shāng líbié

Du bist ein Gast von Bergen und Flüssen, aber du seufzt immer wieder über die Schmerzen der Trennung.

鬓如霜 一杯浓烈

Bìn rú shuāng yī bēi nóng liè

Die Haaren sind wie Frost, ein Becher kräftig.

只身走过多少的岁月

Zhǐ shēn zǒu guò duōshǎo de suìyuè

Allein bin ich durch viele Jahre gegangen.

看惯刀光照亮过黑夜

Kàn guàn dāoguāng zhào liàng guò hēiyè

Ich habe mich an das Messerlicht gewöhnt, das die Nacht erhellt.

侠骨魔心如何来分辨

Xiá gǔ mó xīn rúhé lái fēn biàn

Wie kann man zwischen Heldentum und teuflischem Herzen unterscheiden?

弹指一梦不过一瞬间

Tán zhǐ yī mèng bù guò yī shùnjiān

Ein Wimpernschlag, ein Traum, nur einen Augenblick.

黄沙之中的残阳如血

Huángshā zhī zhōng de cán yáng rú xuè

Die untergehende Sonne im gelben Sand sieht aus wie Blut.

多少魂魄在此地寂灭

Duōshǎo húnpò zài cǐ dì jì miè

Wie viele Seelen haben hier ihre Ruhe gefunden?

这成败 有谁来了解

Zhè chéngbài yǒu shuí lái liǎojiě

Wer versteht schon Erfolg und Niederlage?

Wiederholung des Refrains:

江湖一笑 浪滔滔

Jiānghú yī xiào làng tāo tāo

Die Jianghu-Welt lächelt, die Wellen sind endlos.

红尘尽忘了

Hóngchén jìn wàng le

Der rote Staub ist vergessen.

俱往矣 何足言道

Jù wǎng yǐ hé zú yán dào

Alles ist vergangen, es gibt nichts mehr zu sagen.

苍天一笑 笑不老

Cāng tiān yī xiào xiào bù lǎo

Der Himmel lächelt, das Lächeln altert nicht.

豪情却会了

Háoyìng què huì le

Der Stolz ist jedoch gebrochen.

对月饮 一杯寂寥

Duì yuè yǐn yī bēi jì liáo

Trink einen Becher Einsamkeit unter dem Mond.

也曾横刀 向天笑

yě céng héng dāo xiàng tiān xiào

Auch einmal das Schwert schwingend, lachte er zum Himmel.

数过路迢迢 

shǔ guò lù tiáo tiáo 

Zählte die weit entfernten Straßen.

数不完 夕阳晚照

shǔ bù wán xī yáng wǎn zhào

Die unendlichen Sonnenuntergänge zählend.

苍天一笑 乐逍遥 

cāng tiān yī xiào lè xiāo yáo

Ein Lachen des Himmels, voller Freude und Freiheit.

江湖人自扰

jiāng hú rén zì rǎo

Die Leute der Welt sind von Natur aus unruhig.

留不住 爱恨离潮

liú bù zhù ài hèn lí cháo

Kann weder Liebe noch Hass zurückhalten, wenn die Gezeiten der Liebe und des Hasses abfließen.

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